Ausgleichsgespräche nach Diskriminierungsvorwürfen

Besondere Mediationsform für Konfliktbearbeitung am Arbeitsplatz

Mobbing und sexuelle Belästigung sind Beispiele für problematische Verhaltensweisen, die zu Verletzungen der persönlichen Integrität führen können und eine grosse Herausforderung für alle Beteiligten darstellen. 

Bei Vorwürfen von integritätsverletzendem Verhalten oder Diskriminierungsvorwürfen ist eine klassische Mediation zunächst nicht das geeignete Mittel: Als verantwortliche Führungskraft sind Sie verpflichtet, grenzverletzendes Verhalten unverzüglich zu unterbinden.

Diskriminierungsvorwürfe proaktiv bearbeiten

Erst nach einer konsequenten Intervention können konfliktbearbeitende und konfliktbewältigende Massnahmen wie Ausgleichsgespräche eingeleitet werden. Ziel ist es, Stabilität wiederherzustellen und eine Rückkehr zu einem vertrauensvollen Arbeitsalltag zu ermöglichen – auch dann, wenn ein Fehlverhalten bestätigt wurde und arbeitsrechtliche Konsequenzen erfolgt sind.

Als Juristin und Organisationsentwicklerin liegt mein Fokus auf der vorwärtsgerichteten Konfliktbearbeitung  – ohne sich in langwierigen Abklärungen über vergangenes Fehlverhalten zu verlieren. Konflikte müssen so oder so bearbeitet werden, unabhängig von der abschliessenden Qualifizierung des Verhaltens. 


Sichern Sie Führung, Integrität und Handlungsfähigkeit in sensiblen Situationen.

Was sind Ausgleichsgespräche?

Grenzverletzendes Verhalten hinterlässt Spuren, die sich oft erst später zeigen. Bleiben Verletzungen ungeklärt, führen anhaltende Täter-Opfer-Zuschreibungen zu unterschiedlichen Loyalitäten und damit zu Vertrauensbrüchen und Teamspaltungen – selbst bei korrekter Intervention.

Ausgleichsgespräche fördern integres Handeln

Professionell moderierte Ausgleichsgespräche ermöglichen es, Täter-Opfer-Zuschreibungen zu überwinden, begangenes Unrecht zu klären und Vertrauen wieder aufzubauen. Sie fördern Verständnis für Diskriminierungsdynamiken und stärken kooperatives Verhalten bei Betroffenen, im Team sowie bei Führungskräften und HR.

Ausgleichsgespräche sind angelehnt an die Täter-Opfer-Mediation im Strafrecht und wurden von mir für die Bearbeitung integritätsverletzenden Verhaltens am Arbeitsplatz weiterentwickelt.


Meine Expertise im Unterschied zur Anwältin oder zum Mediator

Mit meiner kombinierten Expertise aus Recht, Organisationsentwicklung, Mediation und Coaching begleite ich nach einem Diskriminierungsvorwurf unter Berücksichtigung der arbeitsrechtlichen Fürsorge- und Handlungspflichten der Arbeitgeberschaft Ausgleichsgespräche zwischen den Beteiligten und im betroffenen Team, um rasch eine respektvolle und faire Zusammenarbeit wiederherzustellen. 

Im Unterschied zu Anwält:innen vertrete ich keine Partei und führe keine formale Untersuchung durch. Anders als klassische Mediatorinnen verbinde ich Konfliktbearbeitung mit Organisationsentwicklung – für eine integre und leistungsfähige Organisation.

Sinn und Zweck von Ausgleichsgesprächen bei Integritätsverletzungen

Schutz der persönlichen Integrität durch gezielte Konfliktbearbeitung

Das Vorgehen ermöglicht eine sachliche Auseinandersetzung mit dem Schutz der persönlichen Integrität, ohne sich in langwierigen Abklärungen über vergangenes Fehlverhalten zu verlieren.  

Statt Vorfälle als Störung abzutun, zu ignorieren oder ausschliesslich zu sanktionieren, unterstützt es die Entwicklung einer integren Unternehmenskultur – auf persönlicher, organisationaler, prozessualer und Führungsebene.

Integres Verhalten stärken – gezielt und wirksam.