Systemische Organisationsentwicklung

Bedeutung systemischer Beratung im organisationalen Kontext

Auf dieser Seite erfahren Sie, wie systemisch-lösungsorientierte Beratung Organisationen wirksam unterstützt. Ich betrachte Personen und Prozesse nicht isoliert, sondern als Teil ihrer sozialen und strukturellen Systeme – einschließlich der dynamischen Wechselwirkungen, die den Alltag in Unternehmen und Verwaltungen prägen. So entstehen gezielte Impulse, die Veränderungen Schritt für Schritt ermöglichen, Konflikte klären und Zusammenarbeit stärken.

Dynamiken erkennen - Impulse setzen.

Was zeichnet das systemische Weltbild aus?

Die Grundannahmen des systemischen Weltbildes werden besonders deutlich, wenn sie mit denen des mechanistischen Weltbilds verglichen werden:

Mechanistisches Weltbild

«Es gibt eine objektive, unveränderliche Wahrheit.»


  • Etwas ist entweder richtig/wahr oder falsch.
  • Widersprüche gibt es nicht.
  • Zusammenhänge sind kausal (Ursache-Wirkung).
  • Fortschritte erfolgen linear.
  • Verändern durch Instruktion und Manipulation.
  • Lernen durch Versuch und Irrtum.

Systemisches Weltbild

«Es gibt mehrere verschiedene Wahrheiten.»


  • Wirklichkeiten sind soziale Konstrukte.
  • Widersprüche werden akzeptiert und integriert.
  • Es gibt vielfältige Wechselwirkungen.
  • Entwicklung erfolgen spiralförmig.
  • Verändern durch Diskussion und Reflexion.
  • Lernen des Lernens.


Was ist systemische Beratung?

In der systemischen Beratung betrachten wir Prozesse und Personen nicht isoliert, sondern als Teil ihres sozialen Systems. Wir nehmen stets auch die dynamischen Wechselwirkungen in den Blick und beziehen diese bei den Massnahmen zur Veränderung mit ein.

Die Prinzipien der systemischen Beratung

  • Begrenzte Einflussnahme: Meine Interventionen als Beraterin sind nur Impulse. Sie machen daraus, was Sie machen wollen und können.
  • Selbstreflexion: Ich trage sehr wohl die Verantwortung für meine Rolle als Beraterin. Meine Aufgabe besteht darin, meine Funktion und meine Interventionen immer wieder zu reflektieren.
  • Partnerschaft: Ich gestalte auch die Beratungsbeziehung bewusst, vermeide Abhängigkeiten und mache mich durch die Beratung letztlich wieder «überflüssig».
  • Entscheidungsfreiheit: Ich zeige Ihnen die Spannung zwischen Verändern und Bewahren auf und mache Widersprüche sichtbar. Sie entscheiden, wie Sie damit umgehen wollen.
  • Anschlussfähigkeit: Als Beraterin, die ausserhalb Ihres Unternehmens steht, versuche ich die im Hintergrund wirksamen Strukturen und Logiken zu erkennen und anschlussfähig zu intervenieren.
  • Mobile-Effekt: Wir setzen dort an, wo am meisten Energie vorhanden ist. Wie bei einem Mobile haben Interventionen an jeder Stelle Auswirkungen auf andere Bereiche.
  • Integration aller Aspekte: Harte und weiche Faktoren sind nicht voneinander zu trennen. Vision, Strategie, Struktur und Kultur stehen in Wechselwirkung.
  • Prozessorientierung: Damit die Intervention die gewünschte Wirkung hat, wird sie kontextabhängig geplant und im Prozess immer wieder angepasst.
  • Mehr-Brillen-Prinzip: Ich arbeite mit Perspektivenwechseln und mit der Integration verschiedener, auch widersprüchlicher Sichtweisen.
  • Umsetzungsorientierung: Ich achte von Beginn an auf die Implementierung des Erarbeiteten.

Aus Roswita Königswieser, Martin Hillebrand, Einführung in die systemische Organisationsberatung, 2011

Organisationsdynamiken erkennen, Impulse setzen – lassen Sie uns besprechen, wie mein Beratungsansatz Ihre Organisation unterstützen kann.